Warenkorbwert (AOV) erhöhen: Mehr Wert in jeder Bestellung.
Ein höherer Warenkorbwert macht jede Bestellung wirtschaftlicher, weil Versand, Abwicklung und Werbekosten auf mehr Umsatz verteilt werden. Wer ihn erhöhen will, misst ihn sauber nach Kanal und Kundengruppe und achtet darauf, dass mit dem Umsatz auch die Marge wächst.
Definition
Der Average Order Value, kurz AOV, auf Deutsch durchschnittlicher Warenkorbwert, ist der Umsatz eines Zeitraums geteilt durch die Zahl der Bestellungen. Er zeigt, wie viel ein Kunde im Schnitt pro Kauf ausgibt.
AOV = Umsatz ÷ Bestellungen
Beispiel: Bei 90.000 € Umsatz und 1.200 Bestellungen liegt der durchschnittliche Warenkorbwert bei 75 €.
So misst du richtig
- Umsatz netto rechnen, nach Retouren und ohne Versandkosten
- Nach Kanal, Gerät und neuen gegenüber wiederkehrenden Kunden trennen
- Ausreißer wie Großbestellungen gesondert betrachten oder den Median ergänzen
- Den Deckungsbeitrag pro Bestellung danebenlegen
- Wirkung von Aktionen und Rabatten getrennt auswerten
So bewertest du den Wert
Ein allgemeingültiger Richtwert ist wenig hilfreich, weil der Warenkorbwert vor allem vom Sortiment abhängt. Aussagekräftig ist die Entwicklung im eigenen Shop und das Verhältnis zur Kostenstruktur: Liegt der Warenkorb nur knapp über der Schwelle, ab der Versand und Abwicklung sich rechnen, hat er großen Einfluss auf die Marge. Steigt er nur durch Rabatte auf Mengen, steigt der Umsatz, aber nicht unbedingt der Gewinn. Wie Warenkorb, Marge und Kanäle zusammen auf den Gewinn wirken, ordnet die Themenseite Profitabler E-Commerce ein.
Zur Einordnung:
- Kein allgemeingültiger Richtwert: maßgeblich sind Sortiment, Kostenstruktur und die eigene Entwicklung
- Zusammen mit Conversion Rate und Umsatz pro Besuch lesen
So verbesserst du den Wert
Ergänzende Produkte
Passendes Zubehör auf Produktseite und im Warenkorb erhöht den Wert ohne Rabatt.
Versandschwelle
Eine Schwelle für kostenlosen Versand knapp über dem heutigen Durchschnitt hebt den Warenkorb.
Sets und Bündel
Sinnvolle Kombinationen schaffen Mehrwert für Kunden und Marge.
Bestandskunden
Personalisierte Empfehlungen für wiederkehrende Kunden erhöhen den Warenkorb gezielt.
Alle Hebel für mehr Wert pro Kunde auf der Kompass-Seite Cross- und Upsell →
Typische Fehler
Worauf du achten solltest:
- Den Warenkorb über Rabatte erhöhen und dabei Marge abgeben
- Ausreißer den Durchschnitt verzerren lassen
- Den AOV ohne Conversion Rate bewerten
Wo stehst du bei diesem Thema?
Häufige Fragen zu Warenkorbwert
Was ist der Average Order Value?
Der durchschnittliche Warenkorbwert: Umsatz geteilt durch Bestellungen. Er zeigt, wie viel ein Kunde im Schnitt pro Kauf ausgibt.
Was ist ein guter Warenkorbwert?
Das hängt vom Sortiment ab. Wichtiger als ein Vergleichswert ist, ob der Warenkorb Versand, Abwicklung und Werbekosten trägt und ob er sich positiv entwickelt.
Wie erhöht man den Warenkorbwert?
Mit passenden Ergänzungen auf Produktseite und im Warenkorb, einer klug gesetzten Versandschwelle, sinnvollen Bündeln und personalisierten Empfehlungen.
Warum sollte man auch den Median betrachten?
Weil einzelne Großbestellungen den Durchschnitt nach oben ziehen. Der Median zeigt, was ein typischer Kunde ausgibt.
Wie hängen Warenkorbwert und Conversion Rate zusammen?
Beide bestimmen gemeinsam den Umsatz pro Besuch. Eine sinkende Conversion Rate kann durch einen steigenden Warenkorb ausgeglichen werden und umgekehrt.
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Wo stehst du?
Herausforderungen
Kompass
Was bringt jede Bestellung?
Wenn Bestellungen kommen, aber die Marge pro Kauf dünn bleibt, lohnt der Blick auf Warenkorb und Sortiment. Schreib uns kurz, worum es geht, wir melden uns persönlich.
Danke.
Deine Nachricht ist angekommen. Wir melden uns persönlich bei dir.