Filiale und Online aus einem Guss: Wenn der Laden Teil des Onlinegeschäfts wird.

Viele Händler führen Filiale und Onlineshop noch als zwei Geschäfte, mit eigenen Beständen, Preisen und Zielen. Kunden sehen nur eine Marke. Die Aufgabe ist, beides so zu verbinden, dass jeder Kanal den anderen stärkt.

Die Filiale hat im Onlinegeschäft eine neue Rolle: Sie ist Lager, Abholpunkt, Rückgabestelle und Ort für persönliche Auswahlhilfe zugleich. Viele Händler nutzen das erst zum Teil. Von den 500 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland bieten 33,8 Prozent Click & Collect an, 17,8 Prozent auch mit Bezahlung erst im Laden, wie bei Click & Reserve. 22,2 Prozent zeigen online, ob ein Artikel in der Filiale vorrätig ist, und 16,2 Prozent nehmen Onlinebestellungen im Laden zurück.1 Gerade für Händler mit vielen Filialen liegt hier ein großer Hebel.

Arbeiten deine Filialen schon für den Onlineshop?

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Ein Bestand, eine Preislogik, eine Marke

Grundlage ist ein Bestand, den alle Kanäle sehen. Erst dann kann der Onlineshop Ware aus der Filiale anbieten, und die Filiale kann bestellen, was im Zentrallager liegt. Dasselbe gilt für Preise: Eine gemeinsame Preislogik sorgt dafür, dass Kunden im Laden und online dieselben Preise finden oder wissen, warum sie sich unterscheiden. Welche Systeme dafür zusammenspielen müssen, beschreibt die Herausforderung Omnichannel umsetzen.

Was eine Filiale im Onlinegeschäft leisten kann:

  • Abholung von Onlinebestellungen (Click & Collect) oder von reservierter Ware, die erst im Laden bezahlt wird (Click & Reserve)
  • Versand aus der Filiale, wenn das Zentrallager den Artikel nicht mehr hat
  • Rückgabe von Onlinebestellungen im Laden, mit der Chance auf einen neuen Kauf
  • Bestellung im Laden für Artikel, die es nur online gibt
  • Auswahlhilfe vor Ort zu Produkten, die Kunden online gefunden haben

Umsatz und Provision fair zurechnen

Sobald die Kanäle zusammenarbeiten, stellt sich eine Frage, die über den Erfolg mitentscheidet: Wem gehört der Umsatz? Kauft jemand nach dem Gespräch im Laden online oder holt eine Onlinebestellung in der Filiale ab und kauft dort weiter ein, sollte die Filiale davon etwas sehen. Erst dann hat das Team vor Ort einen Grund, den Onlineshop aktiv zu empfehlen.

Wie viel Onlineumsatz stoßen deine Filialen an?Das zeigt sich im Gespräch, nicht von außen. Wir nehmen uns Zeit, mit Agenda und den richtigen Leuten am Tisch, vor Ort oder per Video.Termin vereinbaren →

Einfache Regeln reichen dafür oft aus: Onlineumsätze aus dem Umfeld einer Filiale, Abholungen und Rückgaben werden ihr anteilig gutgeschrieben, Ziele und Provisionen berücksichtigen beide Kanäle. Dazu kommen Kennzahlen, die das Zusammenspiel zeigen, etwa der Anteil der Abholungen mit Zusatzkauf oder der Kundenwert von Kunden, die online und im Laden kaufen.

Wo du anfängst

Der erste Schritt ist selten ein neues System. Er beginnt mit dem Blick auf die Daten: Wie aktuell ist der Bestand je Filiale, wie oft fragen Kunden nach Abholung oder Rückgabe im Laden, und in welcher Nähe liegen die Filialen zu den Adressen der Onlinebestellungen? Daraus ergibt sich, welche Leistung sich zuerst lohnt. Welche Rolle die Filiale neben den anderen Kanälen spielt, legt die Omnichannel-Strategie fest.

Wo es hakt

Filiale und Onlineshop laufen als zwei Geschäfte, mit eigenen Beständen, Preisen und Zielen. Kunden erleben zwei Häuser statt einer Marke.

Was die Filiale leisten kann

Abholung, Versand aus der Filiale, Rückgabe im Laden und Auswahlhilfe zu Produkten, die Kunden online gefunden haben.

Wie advise einordnet

Wir sehen uns Bestand, Abläufe und Zurechnung gemeinsam an und klären, welche Leistung in deinem Filialnetz zuerst Wirkung bringt.

Der erste Schritt

Ein Blick auf Bestandsdaten und Bestellungen je Filiale. Daraus folgt, wo Abholung, Versand oder Rückgabe im Laden zuerst lohnen.

Wo stehst du bei diesem Thema?

Häufige Fragen zu Filiale und Onlineshop

Wie verbinde ich Filiale und Onlineshop?

Mit einem gemeinsamen Bestand, einer Preislogik für beide Kanäle und festen Abläufen für Abholung, Versand und Rückgabe. Wichtig ist außerdem, dass die Filiale etwas vom Onlineumsatz hat, den sie mit anstößt. Sonst bleibt die Verbindung auf dem Papier.

Was ist Ship from Store?

Versand aus der Filiale: Eine Onlinebestellung wird nicht aus dem Zentrallager verschickt, sondern aus einer Filiale, die den Artikel vorrätig hat. Das verkürzt Lieferzeiten, verkauft Bestände in der Fläche ab und setzt einen genauen Bestand je Filiale voraus.

Sollte man Onlinebestellungen im Laden zurücknehmen?

Oft ja. Die Rückgabe im Laden spart Versandkosten, bringt Kunden in die Filiale und eröffnet die Chance auf einen Umtausch oder einen neuen Kauf. Voraussetzung ist, dass die Filiale die Ware buchen und wieder verkaufen oder weiterleiten kann.

Wie rechnet man Onlineumsatz einer Filiale zu?

Über einfache, nachvollziehbare Regeln: Abholungen, Rückgaben und Onlinebestellungen aus dem Umfeld der Filiale werden ihr anteilig gutgeschrieben. Wichtig ist, dass Ziele und Provisionen beide Kanäle berücksichtigen, damit das Team vor Ort den Onlineshop aktiv empfiehlt.

Arbeiten Filiale und Onlineshop schon zusammen?

Wenn Laden und Shop noch zwei Geschäfte sind, lohnt der gemeinsame Blick. Schreib uns kurz, worum es geht — wir melden uns persönlich.

* Pflichtfeld

  • 1EHI Retail Institute: So transparent ist der Onlinehandel, Pressemitteilung zum 2. Onlineshop Report Deutschland, 22.05.2025 (500 umsatzstärkste B2C-Onlineshops in Deutschland): 33,8 % bieten Click & Collect, davon mit Bezahlung im Laden 17,8 %, 22,2 % informieren über die Filialverfügbarkeit, 16,2 % ermöglichen Retouren im Laden. Quelle ansehen ↗