E-Mail-Marketing: Der Kanal, der dir gehört.
E-Mail-Marketing im E-Commerce ist einer der wenigen Kanäle, die ein Unternehmen selbst besitzt. Keine Plattform entscheidet über die Reichweite, kein Gebot über die Sichtbarkeit. Ob der Kanal wirkt, hängt davon ab, wie gut Inhalte, Zeitpunkt und Empfänger zusammenpassen.
In vielen Onlineshops ist E-Mail ein Kalendereintrag: einmal pro Woche ein Newsletter an alle, meist mit einem Rabatt. Die Liste wächst, die Wirkung sinkt, und die Abmeldungen steigen. Automatisierte Strecken für Begrüßung, Warenkorb oder Wiederkauf fehlen oder laufen seit Jahren unverändert. So bleibt ein Kanal mit großem Potenzial ein reiner Verteiler.
Typische Anzeichen:
- Alle Empfänger bekommen denselben Newsletter
- Fast jede E-Mail enthält einen Rabatt
- Es gibt kaum automatisierte Strecken nach Verhalten
- Der Erfolg wird an der Öffnungsrate gemessen
- Abmeldungen und inaktive Empfänger werden nicht ausgewertet
Wie E-Mails im Onlinehandel heute ankommen, zeigen die Vergleichswerte von Brevo aus den Daten von mehr als 175.000 Kunden für 2025: Im E-Commerce liegt die Öffnungsrate bei 15,5 Prozent, wenn automatische Öffnungen durch Apple Mail herausgerechnet sind, die Klickrate bei 2,15 Prozent und die Abmelderate bei 0,46 Prozent.1 Solche Werte sind eine Orientierung. Aussagekräftiger ist die eigene Entwicklung je Strecke und Zielgruppe.
Passt jede Mail zu deinen Kunden?
Ein kurzer Austausch reicht oft, um zu sehen, ob und wie wir helfen können.
Sprich mit uns darüber →Newsletter im Onlineshop: von der Masse zur Relevanz
Der klassische Newsletter erreicht viele Empfänger auf einmal, aber selten den richtigen Moment. Relevanz entsteht, wenn Inhalte zu dem passen, was ein Kunde gekauft, angesehen oder gesucht hat. Schon eine einfache Aufteilung hilft: Neukunden, Stammkunden, Kunden, die länger nicht gekauft haben, und Interessenten ohne Kauf brauchen unterschiedliche Botschaften. Mit wachsender Datenbasis lassen sich die Inhalte weiter verfeinern, nach Kategorien, Kaufrhythmus oder Kundenwert.
Ebenso wichtig ist die Frage, was eine E-Mail bieten soll. Ein Rabatt in jeder Nachricht erzieht Kunden dazu, nur noch mit Gutschein zu kaufen, und kostet Marge. Inhalte, die helfen, etwa Pflegehinweise, Neuheiten, Anwendungsideen oder Hinweise auf passendes Zubehör, binden oft nachhaltiger als der nächste Prozentsatz.
Die Grundlage dafür sind Daten, die zusammenfließen. Kaufhistorie, angesehene Produkte, Kategorie-Interessen und Reaktionen auf frühere E-Mails liegen oft in verschiedenen Systemen: im Shop, im CRM, im E-Mail-Werkzeug. Erst wenn sie verbunden sind, lassen sich Inhalte wirklich auf den einzelnen Kunden zuschneiden. Deshalb gehört E-Mail-Marketing eng mit dem CRM und der übergreifenden Strategie zur Kundenbindung zusammen, statt als eigener Kanal nebenher zu laufen.
E-Mail-Automation: die Strecken, die wirken
Der größte Hebel liegt meist nicht im Newsletter, sondern in automatisierten Strecken, die durch das Verhalten des Kunden ausgelöst werden. Sie kommen zum passenden Zeitpunkt, laufen ohne laufenden Aufwand und lassen sich gezielt verbessern. Wer sie einmal sauber aufsetzt und regelmäßig testet, gewinnt einen Kanal, der jeden Tag arbeitet.
Die wichtigsten automatisierten Strecken:
- Begrüßung neuer Abonnenten und Erstkäufer
- Erinnerung an abgebrochene Warenkörbe
- Nachkauf-Strecke mit Versandinfo, Nutzungshinweisen und Bewertungsbitte
- Wiederkauf-Erinnerung im passenden Rhythmus für Verbrauchsprodukte
- Reaktivierung von Kunden, die länger nicht gekauft haben
- Hinweise auf Preis- oder Verfügbarkeitsänderungen bei angesehenen Produkten
Voraussetzung für jede Ansprache ist eine wirksame Einwilligung. Für E-Mails an Bestandskunden zu ähnlichen Produkten gelten unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen. Wie Einwilligung, Double-Opt-in und diese Ausnahmen konkret zu gestalten sind, sollten Fachleute für Datenschutz und Wettbewerbsrecht prüfen.
Öffnungsrate und andere Kennzahlen richtig lesen
Die Öffnungsrate war lange die wichtigste Kennzahl im E-Mail-Marketing. Sie ist es nicht mehr. Einige E-Mail-Programme laden Inhalte inzwischen automatisch vor, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Dadurch werden Öffnungen gezählt, die nie stattgefunden haben, und die Öffnungsrate wird ungenau. Aussagekräftiger sind Kennzahlen, die näher am Geschäft liegen.
Kennzahlen, die E-Mail-Marketing steuern:
- Klickrate und Klicks im Verhältnis zu Öffnungen
- Umsatz je versendeter E-Mail und je Empfänger
- Conversion Rate der Besuche aus E-Mails
- Abmelderate und Anteil inaktiver Empfänger
- Wiederkaufrate und Kundenwert von Abonnenten gegenüber Nicht-Abonnenten
Auch die Pflege der Liste gehört zur Steuerung. Empfänger, die über Monate nicht reagieren, verschlechtern die Zustellbarkeit für alle anderen. Eine regelmäßige Reaktivierung und das konsequente Entfernen dauerhaft inaktiver Adressen halten den Kanal gesund. Eine kleinere, aktive Liste ist wertvoller als eine große, die kaum noch erreicht wird.
Wo es hakt
Newsletter an alle, Rabatt in jeder Nachricht und kaum Automation. Die Liste wächst, die Wirkung sinkt.
Was trägt
Relevante Inhalte je Zielgruppe, automatisierte Strecken nach Verhalten, eine saubere Einwilligung und Kennzahlen, die nah am Umsatz liegen.
Wie advise einordnet
Wir bewerten mit dir, welche Strecken fehlen, wo Inhalte und Zielgruppen nicht zusammenpassen und wie E-Mail mit CRM und Kundenbindung zusammenspielt.
Der erste Schritt
Die bestehenden E-Mails nach Umsatz je Empfänger auswerten und prüfen, welche automatisierten Strecken es gibt. Die Lücken zeigen, wo es zuerst ansetzen lohnt.
Wo stehst du bei diesem Thema?
Häufige Fragen zum E-Mail-Marketing
Was ist eine gute Öffnungsrate im E-Commerce?
Laut Brevo lag die Öffnungsrate im E-Commerce 2025 bei 15,5 Prozent, wenn automatische Öffnungen durch Apple Mail herausgerechnet sind, mit ihnen bei rund 30 Prozent. Weil manche E-Mail-Programme Inhalte automatisch vorladen, ist die Öffnungsrate ungenau geworden. Klickrate und Umsatz je E-Mail sind die verlässlicheren Kennzahlen.
Welche automatisierten E-Mails braucht ein Onlineshop?
Mindestens eine Begrüßung, eine Erinnerung an abgebrochene Warenkörbe, eine Strecke nach dem Kauf und eine Reaktivierung für Kunden, die länger nicht gekauft haben. Bei Verbrauchsprodukten kommt eine Wiederkauf-Erinnerung im passenden Rhythmus hinzu.
Wie oft sollte ein Newsletter verschickt werden?
So oft, wie relevante Inhalte vorhanden sind. Eine feste Frequenz ist weniger wichtig als die Passung zur Zielgruppe. Steigende Abmeldungen oder sinkende Klickraten sind ein Hinweis, dass Frequenz oder Inhalte angepasst werden sollten.
Was ist Double-Opt-in?
Beim Double-Opt-in bestätigt ein neuer Abonnent seine Anmeldung über einen Link in einer ersten E-Mail. So ist sichergestellt, dass die Adresse tatsächlich ihm gehört. Wie die Einwilligung rechtssicher gestaltet wird, sollten Fachleute für Datenschutz und Wettbewerbsrecht prüfen.
Wie misst man den Erfolg von E-Mail-Marketing?
Über Kennzahlen nah am Geschäft: Klickrate, Umsatz je E-Mail und je Empfänger, Conversion Rate der Besuche aus E-Mails, Abmelderate und den Kundenwert von Abonnenten im Vergleich zu Nicht-Abonnenten.
Wie hängen E-Mail-Marketing und CRM zusammen?
Das CRM bündelt, was über einen Kunden bekannt ist, etwa Käufe, Interessen und Kontakte. E-Mail-Marketing nutzt diese Daten, um Inhalte und Zeitpunkte passend zu wählen, und liefert umgekehrt Reaktionen zurück. Je enger beide verbunden sind, desto relevanter werden die Nachrichten.
Alles zum Thema CRM: So hängen die Seiten zusammen.
Wo stehst du?
Herausforderungen
Kompass
Kennzahlen
Verwandte Themen
Arbeitet dein E-Mail-Kanal jeden Tag für dich?
Wenn Newsletter an alle gehen und Automation fehlt, lohnt der gemeinsame Blick auf Strecken, Inhalte und Kennzahlen. Schreib uns kurz, worum es geht, wir melden uns persönlich.
Danke.
Deine Nachricht ist angekommen. Wir melden uns persönlich bei dir.
- 1Brevo: Email Marketing Benchmarks 2026, 27.05.2026 (Daten von über 175.000 Brevo-Kunden aus 2025), Branche E-Commerce: Öffnungsrate 15,50 % ohne und 30,02 % mit Apple Mail Privacy Protection, Klickrate 2,15 %, Abmelderate 0,46 %. Quelle ansehen ↗