Bestandsplanung: Ware da, wo die Nachfrage ist.

Im Onlinehandel sieht der Kunde sofort, ob ein Artikel lieferbar ist. Fehlt er, kauft er woanders. Liegt zu viel davon im Lager, frisst der Abverkauf die Marge. Gute Bestandsplanung hält beides in Balance.

Bestände sind gebundenes Kapital. Zu hohe Bestände kosten Lager, Finanzierung und am Ende Rabatte. Zu niedrige kosten Umsatz, denn wer nicht liefern kann, verliert die Bestellung an den Wettbewerb. Die Planung ist schwieriger geworden: 47 Prozent der Handelsunternehmen in Deutschland sind wegen der geopolitischen Lage von Lieferschwierigkeiten betroffen, 41 Prozent wollen außereuropäische durch europäische Lieferanten ersetzen.1

Was liegt bei dir zu lange im Lager?

Ein kurzer Austausch reicht oft, um zu sehen, ob und wie wir helfen können.

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Warum Bestände aus dem Takt geraten

Im Onlinehandel greifen viele Kanäle auf denselben Bestand zu: Shop, Marktplätze, oft auch Filialen und Händler. Aktionen, Saison und Werbung verschieben die Nachfrage kurzfristig. Planen Einkauf, Marketing und Vertrieb getrennt, erfährt das Lager davon zu spät.

Typische Ursachen:

  • Aktionen werden geplant, ohne die Bestände zu prüfen
  • Nachbestellungen folgen dem Bauchgefühl statt den Abverkaufsdaten
  • Bestände je Kanal werden getrennt geführt: Ein Kanal ist leer, der andere voll
  • Lange Lieferzeiten der Lieferanten kommen in der Planung nicht vor
  • Für Saisonware und Restbestände gibt es keinen Plan
Woher weiß dein Einkauf, was nächste Saison läuft?Das zeigt sich im Gespräch, nicht von außen. Die erste Runde ist kostenfrei: ein vorbereiteter Termin, vor Ort oder per Video.Termin vereinbaren →

Planen nach Abverkauf, nicht nach Gefühl

Gute Bestandsplanung verbindet die Zahlen aus allen Kanälen mit dem, was Einkauf, Marketing und Vertrieb planen. Prognosen aus dem Abverkauf und aus Signalen der Nachfrage wie Suchtrends, Mindestbestände für wichtige Artikel und ein Plan für den Abverkauf der Saisonware machen Bestände steuerbar. Werkzeuge helfen dabei, sind aber noch selten im Einsatz: Erst 18 Prozent der Handelsunternehmen nutzen KI im Bestandsmanagement.1

Was Bestandsplanung braucht:

  • Einen gemeinsamen Bestand für alle Kanäle, den alle sehen
  • Prognosen aus Abverkaufs- und Suchdaten, getrennt nach Artikeln mit stabiler und mit schwankender Nachfrage
  • Mindestbestände und Nachbestellpunkte für die wichtigsten Artikel
  • Eine Runde, in der Einkauf, Marketing und Vertrieb Aktionen und Bestände abstimmen
  • Einen Plan für Restbestände, bevor die Saison endet

Welche Artikel überhaupt ins Sortiment gehören, zeigt die Herausforderung Sortimentsbereinigung. Wie Shop und Warenwirtschaft dafür zusammenspielen, beschreibt der Kompass ERP-Anbindung.

Wo es hakt

Viele Kanäle greifen auf denselben Bestand zu, und 47 Prozent der Handelsunternehmen kämpfen mit Lieferschwierigkeiten. Bestände geraten aus dem Takt.

Was wirkt

Ein gemeinsamer Bestand für alle Kanäle, Prognosen aus Abverkaufsdaten, Mindestbestände und Aktionen, die mit den Beständen abgestimmt sind.

Wie advise einordnet

Wir klären mit dir, wo Bestände heute Kapital binden oder Umsatz kosten und wie Einkauf, Marketing und Vertrieb gemeinsam planen.

Der erste Schritt

Für die zwanzig wichtigsten Artikel notieren, wie lange der Bestand beim heutigen Abverkauf reicht.

Wo stehst du bei diesem Thema?

Häufige Fragen zur Bestandsplanung

Was ist Bestandsplanung im Onlinehandel?

Die Planung, welche Mengen eines Artikels wann vorrätig sein müssen, damit Bestellungen aus allen Kanälen geliefert werden können, ohne dass zu viel Ware im Lager liegt.

Was ist die Lagerreichweite?

Die Lagerreichweite gibt an, wie lange der aktuelle Bestand bei gleichem Abverkauf reicht, meist in Tagen oder Wochen. Sie zeigt früh, wo Nachschub fehlt oder Ware zu lange liegt.

Wie hängen Aktionen und Bestände zusammen?

Eng: Eine Aktion steigert den Abverkauf kurzfristig. Ist der Bestand nicht darauf ausgelegt, ist der Artikel schnell ausverkauft, und die Werbung läuft ins Leere. Deshalb gehören Aktionen und Bestände in dieselbe Planung.

Hilft KI bei der Bestandsplanung?

KI kann Prognosen verbessern, vor allem bei vielen Artikeln und schwankender Nachfrage. Voraussetzung sind saubere Abverkaufs- und Bestandsdaten aus allen Kanälen. Erst 18 Prozent der Handelsunternehmen nutzen KI im Bestandsmanagement.

Passt dein Bestand zu deiner Nachfrage?

Wenn du Bestände über alle Kanäle steuerbar machen willst, lohnt der gemeinsame Blick. Schreib uns kurz, worum es geht — wir melden uns persönlich.

* Pflichtfeld

  • 1Bitkom: Digitaler Handel in Deutschland, Studienbericht 2026 (Händlerbefragung: 505 Handelsunternehmen ab 10 Beschäftigten, KW 11 bis KW 19 2025; Verbraucherbefragung: 1.072 Online-Shopper ab 16 Jahren, KW 40 bis KW 41 2025), S. 46, Abb. 34: 18 % setzen KI im Bestandsmanagement bereits ein; S. 49, Abb. 37: 47 % von Lieferschwierigkeiten betroffen, 41 % „… werden … außereuropäische durch europäische Lieferanten ersetzen.“ Quelle ansehen ↗