Versandkosten: Kalkuliert statt geschätzt.

Für Kunden sind Versandkosten ein Grund, nicht zu kaufen, für Händler ein Posten, der oft niemandem gehört. Wer sie sauber kalkuliert und die Lieferzeit ehrlich zeigt, gewinnt beides: Bestellungen und Marge.

Für Kunden gehört die Lieferung zum Angebot. Für 53 Prozent der Onlinekäufer in Deutschland sind Versand und Lieferung bei der Wahl eines Shops sehr wichtig.1 Zu hohe Zusatzkosten sind zugleich der häufigste Grund für einen Kaufabbruch: In einer Befragung von Baymard nennen ihn 40 Prozent der US-Onlinekäufer.2 Für Händler steigen die Kosten: 77 Prozent der Handelsunternehmen nennen hohe Ausgaben für Transport und Logistik als Herausforderung.1

Weißt du, was dich der Versand je Bestellung kostet?

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Wie Händler Versandkosten heute verlangen

Drei Modelle sind verbreitet: kostenloser Versand, kostenloser Versand ab einem Mindestbestellwert und Versandkosten auf jede Bestellung. Laut EHI liefern 30 Prozent der befragten Onlinehändler generell versandkostenfrei, 40 Prozent übernehmen die Versandkosten ab einem bestimmten Bestellwert. Wer Versandkosten weitergibt, verlangt meist zwischen 2 und 10 Euro.3

Wer legt bei dir die Versandkosten fest?Das zeigt sich im Gespräch, nicht von außen. Die erste Runde ist kostenfrei: ein vorbereiteter Termin, vor Ort oder per Video.Termin vereinbaren →

Welches Modell passt, hängt an der eigenen Rechnung: Warenkorbwert, Größe und Gewicht der Pakete, Retourenquote und Marge. Eine Schwelle für kostenlosen Versand lohnt sich, wenn sie den Warenkorb über den Punkt hebt, an dem der Versand bezahlt ist.

Was in die Versandkosten gehört:

  • Porto oder Fracht je Paket, nach Größe, Gewicht und Zielland
  • Verpackung und Füllmaterial
  • Kommissionierung und Packen
  • Ein Anteil für Retouren
  • Zuschläge in der Saison und für schnelle Lieferung

Das Lieferversprechen im Shop

Neben dem Preis zählt die Zeit. 54,0 Prozent der vom EHI befragten Onlinehändler liefern in ein bis zwei Tagen, 35,5 Prozent in drei bis fünf.4 Wichtiger als ein schnelles Versprechen ist ein verlässliches: Vier von fünf Händlern nennen Zuverlässigkeit als wichtigstes Kriterium bei der Wahl ihres Dienstleisters, noch vor der Geschwindigkeit.4 Die Lieferzeit im Shop sollte deshalb aus echten Daten kommen: Bestand, Lager, Versandart und Zielort.

Wie Zusatzkosten den Checkout belasten, zeigt die Kennzahl Warenkorbabbruchrate senken. Wie Versand und Lager als Ganzes aufgestellt werden, beschreibt das Thema Logistik und Fulfillment.

Wo es hakt

Zu hohe Zusatzkosten sind für 40 Prozent der befragten US-Onlinekäufer der häufigste Abbruchgrund, und die Kosten für Transport und Logistik steigen.

Was wirkt

Versandkosten aus den echten Kosten je Bestellung ableiten, eine gerechnete Schwelle für kostenlosen Versand und eine Lieferzeit, die stimmt.

Wie advise einordnet

Wir rechnen mit dir, was der Versand je Bestellung kostet, und klären, welches Modell zu Warenkorb, Marge und Wettbewerb passt.

Der erste Schritt

Für die letzten hundert Bestellungen die tatsächlichen Versandkosten neben das legen, was Kunden dafür bezahlt haben.

Wo stehst du bei diesem Thema?

Häufige Fragen zu Versandkosten

Sollte ein Onlineshop kostenlos versenden?

Kostenloser Versand senkt eine Hürde, kostet aber Marge. Er lohnt sich, wenn er im Preis steckt oder an einen Mindestbestellwert geknüpft ist, der den Warenkorb hebt. Laut EHI bieten 30 Prozent der befragten Onlinehändler generell kostenlosen Versand, 40 Prozent ab einem bestimmten Bestellwert.

Wie legt man einen Mindestbestellwert für kostenlosen Versand fest?

Ausgehend vom heutigen durchschnittlichen Warenkorb und den Kosten je Bestellung: Die Schwelle liegt so, dass viele Kunden sie mit einem weiteren Artikel erreichen und der Deckungsbeitrag den Versand trägt. Wie sich der Warenkorb erhöhen lässt, zeigt die Kennzahl Warenkorbwert (AOV) erhöhen.

Wie zeigt man die Lieferzeit im Shop richtig an?

Je Artikel und Versandart, aus echten Daten: Ist der Artikel im Lager, wann wird verschickt, wie lange braucht der Versanddienstleister ins Zielland? Ein Zeitraum, der eingehalten wird, wirkt besser als ein knappes Versprechen, das reißt.

Was gehört zu den Versandkosten eines Händlers?

Mehr als das Porto: Verpackung, Kommissionierung und Packen, Zuschläge für Saison und Express und ein Anteil für Retouren. Erst die Summe zeigt, was eine Bestellung bis zur Tür kostet.

Im Zusammenhang

Alles zum Thema Logistik: So hängen die Seiten zusammen.

Verdienst du am Versand oder zahlst du drauf?

Wenn du Versandkosten und Lieferzeit neu aufstellen willst, lohnt der gemeinsame Blick. Schreib uns kurz, worum es geht — wir melden uns persönlich.

* Pflichtfeld

  • 1Bitkom: Digitaler Handel in Deutschland, Studienbericht 2026 (Händlerbefragung: 505 Handelsunternehmen ab 10 Beschäftigten, KW 11 bis KW 19 2025; Verbraucherbefragung: 1.072 Online-Shopper ab 16 Jahren, KW 40 bis KW 41 2025), S. 18, Abb. 8: „Versand & Lieferung“ ist 53 % der Online-Shopper sehr wichtig; S. 35, Abb. 24: 77 % nennen „Hohe Ausgaben für Transport und Logistik“ als Herausforderung. Quelle ansehen ↗
  • 2Baymard Institute: Cart Abandonment Rate, Liste und Studienseite, Stand 22.09.2025: Abbruchgründe einer Befragung von US-Onlinekäufern, ohne „nur gestöbert“: zu hohe Zusatzkosten (Versand, Steuern, Gebühren) 40 %. Quelle ansehen ↗
  • 3EHI Retail Institute: Versand- & Retourenmanagement im E-Commerce 2024, veröffentlicht 06.09.2024, Leseprobe, Management Summary: 30 % bieten generell versandkostenfreie Lieferung, 40 % übernehmen die Versandkosten ab einem bestimmten Bestellwert, 92 % geben Versandkosten zwischen 2 und 10 € an die Kundschaft weiter. Quelle ansehen ↗
  • 4EHI Retail Institute: Versand-, Verpackungs- und Retourenmanagement im E-Commerce 2025, Leseprobe, Management Summary: 54,0 % liefern in ein bis zwei Tagen (2024: 56 %), 35,5 % in drei bis fünf Tagen; vier von fünf Händlern nennen Zuverlässigkeit als wichtigstes Kriterium bei der Dienstleisterwahl. Quelle ansehen ↗