Warenkorbabbruchrate senken: Fast gekauft, richtig gemessen.

Rund sieben von zehn gefüllten Warenkörben werden nicht gekauft. Ein Teil davon ist normales Stöbern, ein anderer Teil hat Gründe, die sich beheben lassen. Die Warenkorbabbruchrate zeigt, wie groß dieser Anteil im eigenen Shop ist und an welcher Stelle er entsteht.

Definition

Die Warenkorbabbruchrate ist der Anteil der angelegten Warenkörbe, aus denen keine Bestellung wird. Sie misst den Weg vom Warenkorb bis zum Kaufabschluss.

Warenkorbabbruchrate = (1 − Bestellungen ÷ angelegte Warenkörbe) × 100

Beispiel: Werden 1.000 Warenkörbe angelegt und 300 davon bestellt, liegt die Abbruchrate bei 70 %.

So misst du richtig

  • Den Weg vom Warenkorb bis zur Bestellung in Schritte zerlegen und je Schritt messen
  • Nach Gerät trennen, mobil wird häufiger abgebrochen
  • Neue und wiederkehrende Kunden getrennt betrachten
  • Zahlarten und Versandoptionen im letzten Schritt auswerten
  • Fehler im Bestellweg regelmäßig auf verschiedenen Geräten testen

So bewertest du den Wert

Das Baymard Institute hat 50 Studien ausgewertet. Der Durchschnitt liegt bei 70,22 Prozent.1 Wichtiger als der Vergleich ist die Aufteilung: Wer weiß, an welchem Schritt die meisten Kunden gehen, kann gezielt ansetzen. Die häufigsten Gründe laut Baymard sind zu hohe Zusatzkosten (40 Prozent), eine zu langsame Lieferung (20 Prozent), fehlendes Vertrauen bei Zahlungsdaten (19 Prozent) und die Pflicht zum Kundenkonto (18 Prozent).1 Wie du den Checkout optimieren kannst, zeigt der Kompass.

Zur Einordnung:

  • Durchschnitt aus 50 Studien: 70,22 %1
  • Häufigster Grund: Zusatzkosten wie Versand und Gebühren, 40 % der Abbrecher1
Wo gehen deine Kunden kurz vor dem Kauf?Das zeigt sich im Gespräch, nicht von außen. Wir nehmen uns Zeit, mit Agenda und den richtigen Leuten am Tisch, vor Ort oder per Video.Termin vereinbaren →

So verbesserst du den Wert

Kosten früh zeigen

Versandkosten gehören auf Produktseite und Warenkorb, nicht erst in den letzten Schritt.

Gastbestellung

Ein Kauf ohne Kundenkonto nimmt eine der häufigsten Hürden.

Zahlarten

Die gewohnten Zahlarten anbieten und bei Ablehnung einfache Alternativen zeigen.

Kurzer Checkout

Wenige Felder und Schritte, mobil besonders.

Typische Fehler

Worauf du achten solltest:

  • Nur die Gesamtrate betrachten statt die Schritte
  • Mobil und Desktop zusammenrechnen
  • Abbrüche mit pauschalen Rabatten bekämpfen

Wo stehst du bei diesem Thema?

Häufige Fragen zu Warenkorbabbruchrate

Wie berechnet man die Warenkorbabbruchrate?

Eins minus Bestellungen geteilt durch angelegte Warenkörbe, mal 100. Bei 1.000 Warenkörben und 300 Bestellungen sind das 70 Prozent.

Was ist eine normale Abbruchrate?

Laut Baymard Institute liegt der Durchschnitt aus 50 Studien bei 70,22 Prozent. Ein Teil davon ist normales Stöbern.

Wie misst man Abbrüche je Schritt im Checkout?

Mit einem Trichter in der Webanalyse: Warenkorb, Adresse, Versand, Zahlung und Bestellbestätigung als eigene Schritte. Der Anteil, der von einem Schritt zum nächsten verloren geht, zeigt, wo der Checkout Kunden verliert. Getrennt nach Gerät wird sichtbar, ob vor allem mobil abgebrochen wird.

Wie senkt man die Abbruchrate?

Kosten früh zeigen, Gastbestellung anbieten, gewohnte Zahlarten integrieren und den Checkout kurz halten. Wo es am meisten bringt, zeigt die Messung je Schritt.

Was ist der Unterschied zur Checkout-Abbruchrate?

Die Warenkorbabbruchrate beginnt beim angelegten Warenkorb, die Checkout-Abbruchrate erst beim Start des Bestellvorgangs. Beide zusammen zeigen, wo Kunden gehen.

Wo gehen deine Kunden kurz vor dem Kauf?

Wenn viele Warenkörbe gefüllt, aber wenige bestellt werden, lohnt der Blick auf jeden Schritt dazwischen. Schreib uns kurz, worum es geht, wir melden uns persönlich.

* Pflichtfeld

  • 1Baymard Institute: 50 Cart Abandonment Rate Statistics 2026, Durchschnitt aus 50 Studien und Befragung zu Abbruchgründen (US-Onlinekäufer), Stand 22.09.2025 Quelle ansehen ↗