Retail Media jenseits von Amazon: Neue Plätze, neue Kunden.
Amazon ist für viele der Einstieg in Retail Media. Doch immer mehr Händler und Marktplätze vermarkten eigene Werbeplätze. Wer sie gezielt auswählt und die Wirkung misst, erreicht Kunden, die auf Amazon nicht suchen.
Für Händler und Marken ist der Marktplatz längst auch ein Werbekanal: 71 Prozent der Handelsunternehmen in Deutschland nutzen Online-Verkaufsplattformen mit Anzeigen oder Shop, um ihr Angebot im Internet zu bewerben.1 In Europa wuchsen die Ausgaben für Retail Media 2025 laut IAB Europe um 16,7 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro.2 Neben Amazon vermarkten in Deutschland unter anderem Otto, Kaufland und MediaMarkt Saturn Werbeplätze in ihren Shops.
Weißt du, wo deine Kunden außer auf Amazon nach deinen Produkten suchen?
Ein kurzer Austausch reicht oft, um zu sehen, ob und wie wir helfen können.
Sprich mit uns →Was die Netzwerke unterscheidet
Retail-Media-Netzwerke unterscheiden sich in Reichweite, Kundschaft und Werbeformen und darin, wie offen sie Daten zur Wirkung teilen. Manche bieten nur gesponserte Produkte in der Suche, andere auch Banner, Werbung außerhalb des Shops oder Bildschirme in den Filialen.
Worauf es bei der Auswahl ankommt:
- Passt die Kundschaft des Händlers zu deinen Produkten?
- Werden deine Produkte dort schon verkauft, und sind sie lieferbar?
- Welche Werbeformen gibt es: Suche, Produktseiten, Banner, Filiale?
- Welche Daten zur Wirkung bekommst du, und wie schnell?
- Welche Mindestbudgets und Laufzeiten verlangt das Netzwerk?
Testen und messen
Ein neues Netzwerk lohnt einen Test mit einer klaren Frage: Bringt die Werbung dort Umsatz, der ohne sie nicht gekommen wäre? Dafür braucht es einen festen Zeitraum, ausgewählte Produkte und einen Vergleich mit Produkten oder Zeiträumen ohne Werbung. Wie Werbekosten im Verhältnis zum Werbeumsatz und zum Gesamtumsatz bewertet werden, zeigt die Kennzahl ACoS und TACoS. Dieselbe Logik gilt für jedes Netzwerk.
So läuft ein Test:
- Wenige Netzwerke nach Kundschaft und Sortiment vorauswählen
- Produkte mit Marge und gutem Bestand bestimmen
- Ziel, Budget und Zeitraum festlegen
- Werbeumsatz, Gesamtumsatz und Kosten je Netzwerk vergleichen
- Nach dem Test entscheiden: ausbauen, anpassen oder beenden
Wie Retail Media insgesamt gesteuert wird, beschreibt das Thema Retail Media. Wie viel Abhängigkeit von einem einzelnen Marktplatz gut ist, zeigt die Herausforderung Marktplatz-Dominanz.
Wo es hakt
Retail Media heißt bei vielen Amazon. Andere Netzwerke werden selten geprüft, und die Wirkung wird oft nur am Werbeumsatz gemessen.
Was wirkt
Netzwerke nach Kundschaft, Sortiment und Daten auswählen, mit einer klaren Frage testen und am zusätzlichen Umsatz messen.
Wie advise einordnet
Wir prüfen mit dir, welche Netzwerke zu deinen Produkten passen, und legen fest, wie du ihre Wirkung vergleichst.
Der erste Schritt
Aufschreiben, über welche Händler und Marktplätze deine Produkte heute verkauft werden und welche davon Werbeplätze anbieten.
Wo stehst du bei diesem Thema?
Häufige Fragen zu Retail-Media-Netzwerken
Was ist ein Retail-Media-Netzwerk?
Ein Händler oder Marktplatz, der Werbeplätze in seinem Shop, in seinen Apps, in Filialen oder auf anderen Seiten an Marken und Hersteller vermarktet. Grundlage sind seine Reichweite und sein Wissen über das Kaufverhalten seiner Kunden.
Welche Retail-Media-Netzwerke gibt es in Deutschland?
Neben Amazon vermarkten unter anderem Otto, Kaufland und MediaMarkt Saturn eigene Werbeplätze, dazu kommen Händler aus weiteren Branchen. Welche passen, hängt davon ab, wo deine Produkte verkauft werden und wer dort einkauft.
Wie misst man die Wirkung von Retail Media?
Am zusätzlichen Umsatz: Wie viel mehr wird verkauft als ohne die Werbung? Dafür werden Produkte oder Zeiträume mit und ohne Werbung verglichen. Der Werbeumsatz allein zeigt das nicht, weil er auch Käufe enthält, die ohnehin gekommen wären. Kennzahlen wie ACoS (Advertising Cost of Sales) und TACoS (Total Advertising Cost of Sales) helfen beim Vergleich der Netzwerke.
Lohnt sich Retail Media außerhalb von Amazon?
Oft dann, wenn deine Kunden dort einkaufen und um die Werbeplätze weniger Anbieter konkurrieren. Ob es sich rechnet, zeigt ein Test mit festem Budget und Zeitraum.
Alles zum Thema Retail Media: So hängen die Seiten zusammen.
Wo stehst du?
Wo sollten deine Produkte sichtbar sein?
Wenn du Retail Media über Amazon hinaus prüfen willst, lohnt der gemeinsame Blick. Schreib uns kurz, worum es geht — wir melden uns persönlich.
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- 1Bitkom: Digitaler Handel in Deutschland, Studienbericht 2026 (Händlerbefragung: 505 Handelsunternehmen ab 10 Beschäftigten, KW 11 bis KW 19 2025; Verbraucherbefragung: 1.072 Online-Shopper ab 16 Jahren, KW 40 bis KW 41 2025), S. 38, Abb. 27, Frage „Welche der folgenden Möglichkeiten nutzen Sie, um Ihr Unternehmen und Ihr Angebot im Internet zu bewerben?“, Basis alle Unternehmen (n = 505): „Online-Verkaufsplattformen (Anzeigen oder Shop)“ 71 %. Quelle ansehen ↗
- 2IAB Europe: AdEx Benchmark 2025 Report, 07.07.2026 (30 Märkte): „Retail Media grew by 16.7% to reach €13.3 billion, passing 10% of total digital ad spend.“ Quelle ansehen ↗