Herausforderung·Produktdaten
Produktdaten pflegen: Jede Angabe braucht einen Namen.
Produktdaten entstehen an vielen Stellen: beim Lieferanten, im Einkauf, im Produktmanagement, im Marketing. Gepflegt werden sie oft von allen ein bisschen und von niemandem ganz. Wer gute Daten für Shop, Marktplätze und KI-Assistenten will, klärt zuerst, wer was verantwortet.
Auf einen Blick
Gute Produktdaten sind eine Frage der Zuständigkeit, nicht des Systems. Jede Gruppe von Angaben braucht genau einen Verantwortlichen, jede Übergabe einen festen Prüfpunkt und jedes neue Produkt eine Regel, ab wann es vollständig genug für einen Kanal ist. Eine Rolle, die Regeln festlegt, Vollständigkeit misst und Produkte freigibt, hält das Ganze zusammen.
Die Folgen ungeklärter Zuständigkeiten sehen Kunden zuerst. 69 Prozent der Befragten in Deutschland haben schon einen Kauf abgebrochen, weil Informationen fehlten oder unzuverlässig wirkten.1 60,4 Prozent nennen ungenaue Beschreibungen oder abweichende Produktbilder als Grund für eine Rücksendung.2 Hinter beidem steckt selten fehlendes Wissen. Das Wissen ist im Unternehmen, es kommt nur nicht vollständig im Shop an.
Weiß bei dir jeder, welche Produktangaben er verantwortet?
Ein kurzer Austausch reicht oft, um zu sehen, ob und wie wir helfen können.
Sprich mit uns →Wer was verantwortet
Bewährt hat sich, Produktdaten in Gruppen zu teilen und jeder Gruppe genau einen Verantwortlichen zu geben. Kaufmännische Daten wie Artikelnummer, Preis und Bestand kommen meist aus dem ERP. Technische Merkmale liefern Lieferant, Einkauf oder Produktmanagement. Texte, Bilder und Übersetzungen verantwortet das Marketing oder der E-Commerce, die Vorgaben der Kanäle das Team, das Shop, Marktplätze und Feeds betreut.
Eine typische Aufteilung:
- Stammdaten, Preise, Bestände: ERP und Einkauf
- Technische Merkmale und Maße: Lieferant, Einkauf oder Produktmanagement
- Texte, Bilder, Übersetzungen: Marketing oder E-Commerce
- Vorgaben für Shop, Marktplätze und Feeds: E-Commerce
- Regeln, Messung und Freigabe: eine Rolle für Produktdatenqualität
Die letzte Rolle wird oft vergessen. Sie pflegt keine Daten selbst, sondern legt fest, welche Merkmale je Kategorie Pflicht sind, misst die Vollständigkeit, meldet Lücken und gibt Produkte für die Kanäle frei. Ob sie im E-Commerce, im Produktmanagement oder in einem eigenen Team sitzt, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass sie entscheiden darf.
Übergaben und Regeln
Lücken entstehen an den Übergaben: wenn Lieferantendaten unvollständig ankommen, wenn ein neues Produkt online geht, bevor alle Merkmale da sind, oder wenn eine Preisänderung den Feed nicht erreicht. Für jede dieser Stellen hilft eine feste Regel.
Regeln, die Produktdaten aktuell halten:
- Lieferantenvorgaben mit Pflichtmerkmalen und Formaten, geprüft beim Import
- Ein Produkt geht erst online, wenn die Pflichtmerkmale seiner Kategorie gefüllt sind
- Preis- und Bestandsänderungen erreichen alle Kanäle aus einer Quelle
- Retourengründe wie „Abweichung von der Beschreibung“ gehen zurück an die Verantwortlichen
- Eine feste Runde, in der die Vollständigkeit je Kategorie besprochen wird
Wie gut das funktioniert, zeigt die Kennzahl Produktdatenqualität. Warum KI-Assistenten vollständige Daten verlangen, beschreibt die Herausforderung Produktdaten für KI. Wie Zuständigkeiten über Bereiche hinweg ins Zusammenspiel der Organisation gehören, zeigt das Operating Model.
Wo es hakt
Produktdaten entstehen an vielen Stellen, verantwortet werden sie oft von niemandem ganz.
Was wirkt
Genau ein Verantwortlicher je Gruppe von Angaben, feste Prüfpunkte an den Übergaben und eine Rolle für Regeln und Freigabe.
Wie advise einordnet
Wir sehen uns mit dir an, wo Produktdaten entstehen und wo sie unterwegs Lücken bekommen, und klären, wer was verantwortet.
Der erste Schritt
Für eine Kategorie aufschreiben, wer welche Angaben liefert, pflegt und freigibt.
Wo stehst du bei diesem Thema?
Häufige Fragen zur Pflege von Produktdaten
Wer ist für Produktdaten verantwortlich?
Für jede Gruppe von Angaben genau eine Stelle: Stammdaten, Preise und Bestände meist ERP und Einkauf, technische Merkmale Lieferant oder Produktmanagement, Texte und Bilder Marketing oder E-Commerce. Dazu kommt eine Rolle, die Regeln festlegt, Vollständigkeit misst und Produkte für die Kanäle freigibt.
Was macht ein Data Owner für Produktdaten?
Er entscheidet über eine Gruppe von Produktdaten: welche Angaben gebraucht werden, wie sie aussehen und wann sie stimmen. Die Pflege selbst kann bei anderen liegen, etwa beim Lieferanten oder im Team. Wichtig ist, dass es für jede Angabe eine Person gibt, die entscheidet.
Wann ist ein Produkt vollständig genug für einen Kanal?
Wenn alle Pflichtmerkmale seiner Kategorie gefüllt sind und die Vorgaben des Kanals erfüllt sind. Marktplätze und Feeds haben eigene Pflichtfelder. Ein Produkt kann also für den Shop bereit sein und für einen Marktplatz noch nicht. Diese Regel legt die Rolle für Produktdatenqualität je Kategorie und Kanal fest.
Braucht man für Produktdaten ein eigenes Team?
Nicht unbedingt. Oft reicht es, die Pflege bei den bestehenden Bereichen zu lassen und eine Rolle zu schaffen, die Regeln, Messung und Freigabe verantwortet. Ein eigenes Team lohnt sich, wenn Sortiment, Kanäle und Sprachen stark wachsen.
Alles zum Thema Produktdaten, auf jeder Seite in derselben Reihenfolge.
Worum es geht
Was drückt
Was hilft
Woran du es misst
Wo du stehst
Aktuell
Wer pflegt bei dir welche Produktdaten?
Wenn Zuständigkeiten für Produktdaten offen sind, lohnt der gemeinsame Blick auf Rollen, Übergaben und Regeln. Schreib uns kurz, worum es geht, wir melden uns persönlich.
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- 1Akeneo: Studie 2025 zu Vertrauen und Produktinformationen, Pressemitteilung vom 09.09.2025 (Befragung durch 3Gem, rund 1.800 Verbraucher in acht Ländern): 69 % der Befragten in Deutschland haben schon einen Kauf abgebrochen, weil Informationen fehlten oder unzuverlässig wirkten, besonders bei Produktspezifikationen, Verfügbarkeit und Lieferbedingungen. Quelle ansehen ↗
- 2KPMG und EHI Retail Institute: Retourenverhalten in Deutschland, Pressemitteilung vom 11.12.2025 (500 Konsumenten, repräsentativ online befragt): 60,4 % nennen ungenaue Beschreibungen oder Abweichungen von Produktbildern als Grund für eine Rücksendung. Quelle ansehen ↗