Kosten pro Bestellung (CPO) senken: Was eine Bestellung kosten darf.
Die Kosten pro Bestellung zeigen, was Marketing für einen einzigen Kauf ausgibt. Sie sind die ehrlichste Zahl im Performance-Marketing, weil sie Klickpreise und Conversion Rate zusammenführen. Entscheidend ist, sie gegen Warenkorb und Marge zu legen.
Definition
Die Kosten pro Bestellung, englisch Cost per Order oder kurz CPO, sind die Werbekosten eines Kanals geteilt durch die Bestellungen, die er bringt. Anders als die CAC zählen sie jede Bestellung, auch die von Bestandskunden.
CPO = Werbekosten ÷ Bestellungen
Beispiel: Bei 6.000 € Werbekosten und 200 Bestellungen liegen die Kosten pro Bestellung bei 30 €.
So misst du richtig
- Je Kanal und Kampagne getrennt berechnen, nicht als Summe über alles
- Nur abgeschlossene Bestellungen zählen, Stornos und Retouren berücksichtigen
- Neue und wiederkehrende Kunden getrennt ausweisen
- Den Zeitraum der Zuordnung festlegen und beibehalten
- Immer gegen Warenkorbwert und Deckungsbeitrag pro Bestellung stellen
So bewertest du den Wert
Die Kosten pro Bestellung haben keinen allgemeinen Richtwert, weil sie direkt vom Geschäftsmodell abhängen. Der Maßstab liegt im eigenen Haus: Wie hoch ist der Deckungsbeitrag pro Bestellung nach Wareneinsatz, Versand und Retouren? Liegen die Kosten pro Bestellung darüber, verdient jede Bestellung über diesen Kanal kein Geld. Wie viel jeder Werbe-Euro zurückbringt, zeigt der ROAS. Liegen sie deutlich darunter, ist Raum für mehr Budget.
Zur Einordnung:
- Kein allgemeingültiger Richtwert: Obergrenze ist der Deckungsbeitrag pro Bestellung
- Bei Neukunden kann der Wert höher liegen, wenn der Kundenwert über die Zeit es trägt
So verbesserst du den Wert
Conversion Rate
Mehr Abschlüsse aus denselben Besuchen senken die Kosten pro Bestellung direkt.
Klickpreis
Bessere Qualität und klare Suchbegriffe senken den Preis pro Besuch.
Warenkorb
Höhere Warenkörbe ändern nicht die Kosten, aber was jede Bestellung einbringt.
Kanalmix
Budget in die Kanäle verschieben, deren Kosten pro Bestellung unter dem Deckungsbeitrag liegen.
Alle Hebel für mehr Abschlüsse auf der Kompass-Seite Conversion-Optimierung →
Typische Fehler
Worauf du achten solltest:
- Kosten pro Bestellung mit CAC verwechseln
- Retouren und Stornos nicht abziehen
- Einen Durchschnitt über alle Kanäle steuern
Wo stehst du bei diesem Thema?
Häufige Fragen zu Kosten pro Bestellung
Was sind die Kosten pro Bestellung?
Die Werbekosten eines Kanals geteilt durch die Bestellungen, die er bringt. Sie zeigen, was Marketing für einen einzelnen Kauf ausgibt.
Was ist der Unterschied zwischen CPO und CAC?
Die Kosten pro Bestellung zählen jede Bestellung, auch von Bestandskunden. Die CAC zählen nur neu gewonnene Kunden. Für die Steuerung braucht es beide.
Was ist ein guter CPO?
Einer, der unter dem Deckungsbeitrag pro Bestellung liegt. Einen allgemeinen Richtwert gibt es nicht, weil Marge und Warenkorb je Geschäftsmodell stark schwanken.
Wie senkt man die Kosten pro Bestellung?
Über eine höhere Conversion Rate, niedrigere Klickpreise durch bessere Qualität und einen Kanalmix, der Budget dorthin lenkt, wo es sich rechnet.
Wie oft sollte man den CPO prüfen?
Wöchentlich je Kanal im Überblick und monatlich gegen den Deckungsbeitrag. Bei Kampagnenstarts und saisonalen Spitzen häufiger.
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Wo stehst du?
Herausforderungen
Kennzahlen
Rechnet sich jede Bestellung?
Wenn Umsatz kommt, aber die Marge nicht folgt, lohnt der Blick auf Kosten und Deckungsbeitrag je Kanal. Schreib uns kurz, worum es geht, wir melden uns persönlich.
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