Google Ads: bezahlte Reichweite, die sich noch rechnet.
Google Ads bringt kaufbereite Kunden mit hoher Absicht — direkt im Moment der Suche. Doch die Klickpreise steigen Jahr für Jahr, während der Ertrag sinkt. Die Frage ist 2026 nicht mehr, ob man Google Ads nutzt, sondern wie man damit noch profitabel bleibt.
Der Druck auf den Kanal wächst messbar: Die durchschnittlichen Klickpreise im europäischen E-Commerce sind binnen eines Jahres um rund 15 Prozent gestiegen, während der Ertrag pro Werbeeuro gleichzeitig deutlich gefallen ist. Viele Shops zahlen mehr für dieselben Besucher und bekommen weniger zurück — und merken es oft erst, wenn die Kampagnen längst unprofitabel laufen.
Typische Anzeichen:
- Die Klickpreise steigen, der ROAS sinkt trotz gleicher oder höherer Ausgaben
- Performance-Max-Kampagnen liefern Umsatz, aber ohne Einblick in das Warum
- Es ist unklar, welcher ROAS überhaupt nötig ist, um profitabel zu bleiben
- Das Budget fließt breit, ohne klare Priorisierung nach Deckungsbeitrag
Warum der Kanal teurer und undurchsichtiger wird
Die Zahlen sind eindeutig: Eine Auswertung von über 1,3 Milliarden Euro Werbeausgaben im europäischen E-Commerce zeigt, dass die durchschnittlichen Klickpreise über Google Shopping und Performance Max zwischen 2025 und 2026 um 15 Prozent gestiegen sind.1 Gleichzeitig brach der durchschnittliche ROAS ein — bei Standard-Shopping-Kampagnen um 43 Prozent, bei Performance Max um 46 Prozent.1 Der Grund ist doppelt: höhere Klickkosten und zugleich eine schwächere Conversion-Leistung.
Hinzu kommt der Trend zur Automatisierung. Performance Max, Googles weitgehend automatisierter Kampagnentyp, bündelt alle Kanäle in einer Blackbox und verschiebt die Kontrolle vom Werbetreibenden zum Algorithmus. Das kann funktionieren, macht aber intransparent, wo das Budget tatsächlich wirkt. Als Orientierung: Ein mittlerer E-Commerce-ROAS liegt 2026 bei rund 4x — doch dieser Wert sagt wenig, solange der eigene Break-even-ROAS nicht bekannt ist.
Was über die Profitabilität entscheidet:
- Den eigenen Break-even-ROAS kennen — den Kehrwert der Deckungsbeitragsquote
- Produktdaten und Feed-Qualität als Grundlage jeder Shopping-Kampagne
- Transparenz in Performance Max statt blindes Vertrauen in die Automatisierung
- Budgetsteuerung nach Deckungsbeitrag, nicht nach reinem Umsatz oder ROAS
Vom Klickpreis zur Profitabilität
Der entscheidende Perspektivwechsel: Nicht der Klickpreis oder der ROAS allein zählen, sondern was nach allen Kosten übrig bleibt. Ein ROAS von 4x klingt gut — ist aber verlustbringend, wenn die Marge einen höheren Wert verlangt. Der Break-even-ROAS, der Kehrwert der eigenen Deckungsbeitragsquote, ist deshalb die wichtigste Steuerungsgröße. Erst wenn er bekannt ist, lässt sich beurteilen, welche Kampagnen, Produkte und Keywords sich wirklich rechnen.
Angesichts steigender Kosten verschiebt sich der Hebel zunehmend weg vom reinen Gebotsmanagement hin zu Feed-Qualität, Conversion-Optimierung und sauberer Datengrundlage — denn jeder teurer werdende Klick muss besser konvertieren. Diese Verbindung aus Kostentransparenz, Margenlogik und dem Zusammenspiel mit dem Shop ist der Weg zu bezahlter Reichweite, die sich noch rechnet. Genau dort setzen wir an — als Einordner, nicht als Kampagnen-Verwalter.
Wo der Druck herkommt
Die Klickpreise im E-Commerce stiegen binnen eines Jahres um 15 Prozent, während der ROAS bei Shopping und Performance Max um über 40 Prozent fiel.
Warum es undurchsichtig wird
Performance Max bündelt alle Kanäle in einer Blackbox und verschiebt die Kontrolle zum Algorithmus. Umsatz entsteht, aber oft ohne Einblick in das Warum.
Wie advise einordnet
Wir machen den Kanal profitabilitätssteuerbar: den eigenen Break-even-ROAS klären, Feed-Qualität und Transparenz schaffen und das Budget nach Deckungsbeitrag lenken.
Der erste Schritt
Den Break-even-ROAS aus der eigenen Deckungsbeitragsquote bestimmen. Von dort lässt sich beurteilen, welche Kampagnen, Produkte und Keywords sich wirklich rechnen.
Häufige Fragen zu Google Ads
Wie stark sind die Google-Ads-Kosten zuletzt gestiegen?
Eine Auswertung von über 1,3 Milliarden Euro Werbeausgaben im europäischen E-Commerce zeigt, dass die durchschnittlichen Klickpreise über Google Shopping und Performance Max zwischen Mitte 2025 und Mitte 2026 um rund 15 Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig fiel der durchschnittliche ROAS bei Standard-Shopping um 43 Prozent und bei Performance Max um 46 Prozent.
Was ist der Break-even-ROAS und warum ist er wichtig?
Der Break-even-ROAS ist der Kehrwert der eigenen Deckungsbeitragsquote — also der ROAS, ab dem eine Kampagne gerade kostendeckend ist. Bleiben von 100 Euro Bestellwert nach allen variablen Kosten etwa 38 Euro übrig, liegt der Break-even-ROAS bei rund 2,65. Ohne diesen Wert lässt sich nicht beurteilen, ob ein ROAS von zum Beispiel 4x profitabel oder verlustbringend ist.
Ist Performance Max sinnvoll für E-Commerce?
Performance Max ist 2026 der dominierende Kampagnentyp für Shopping-Budgets und kann gute Ergebnisse liefern — besonders bei begrenzter Betreuungszeit. Der Nachteil: Er bündelt alle Kanäle in einer Blackbox und macht intransparent, wo das Budget wirkt. Gut optimierte Standard-Shopping-Kampagnen erreichen teils höhere ROAS. Entscheidend ist, Transparenz zu schaffen statt blind auf die Automatisierung zu vertrauen.
Wie bleibt Google Ads trotz steigender Kosten profitabel?
Indem man den Kanal über die Marge steuert statt über den reinen ROAS: den eigenen Break-even-ROAS kennen, die Feed- und Produktdatenqualität verbessern und die Conversion-Rate erhöhen, damit jeder teurer werdende Klick besser konvertiert. Der Hebel verschiebt sich weg vom reinen Gebotsmanagement hin zu Datenqualität und dem Zusammenspiel mit dem Shop.
Rechnen sich eure Google-Ads-Kampagnen noch?
Wenn die Klickpreise steigen und der Ertrag sinkt, lohnt der genaue Blick auf die Margenlogik. Schreib uns kurz, worum es geht — wir melden uns persönlich.
Danke.
Deine Nachricht ist angekommen. Wir melden uns persönlich, meist innerhalb eines Werktags.
- 1Channable eCommerce Google Ads Benchmark (via Ecommerce News Europe): Auswertung von über 1,3 Mrd. € Werbeausgaben; CPC +15 % (6/2025–6/2026), ROAS Standard Shopping −43 %, Performance Max −46 %. Quelle ansehen →