Prepare3–6 Monate

Marktplatz-Trends: die Gewichte verschieben sich.

Marktplätze sind der Teil des Onlinehandels, der am stärksten wächst. Gleichzeitig ordnen neue Zollregeln, neue Anbieter und neue Kanäle das Feld neu. Als Radar-Thema steht Marktplätze auf „Prepare“: Wer die Rolle der Marktplätze jetzt klärt, entscheidet später aus einer starken Position.

Marktplätze sind die konkrete Ausprägung des Megatrends Marktplatz-Wachstum. Drei Bewegungen laufen gleichzeitig: Marktplätze wachsen schneller als der übrige Onlinehandel, neue Zollregeln verteuern Sendungen aus Drittstaaten, und neue Marktplätze und Kanäle kommen dazu. Für Händler und Hersteller lautet die Frage deshalb nicht mehr, ob Marktplätze dazugehören, sondern welche Rolle sie im eigenen Geschäft haben.

Was das für dich bedeutet:

  • Marktplätze wachsen stärker als der übrige Onlinehandel
  • Neue Zollregeln verteuern Kleinsendungen aus Drittstaaten und verschieben das Wettbewerbsfeld
  • Neue Marktplätze und Kanäle kommen dazu, jeder mit eigenen Regeln und Gebühren
  • Wer die Rolle je Marktplatz früh festlegt, steuert, statt zu reagieren
Welche Rolle spielen Marktplätze heute in deinem Geschäft? Sprich mit uns →

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Ein kurzer Austausch reicht oft, um zu sehen, ob und wie wir helfen können.

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Warum Marktplätze ein Prepare-Thema sind

Als Radar-Thema beschreibt Marktplätze die Verschiebungen, die das Feld gerade neu ordnen. Online-Marktplätze sind im 3. Quartal 2026 stärker gewachsen als jeder andere Versendertyp, während der Onlinehandel mit Waren insgesamt nur um 2,9 Prozent zulegte.1 Gleichzeitig verlieren die großen Plattformen aus Asien deutlich: Shein, Temu und AliExpress kamen im 3. Quartal auf 3,1 Prozent Marktanteil, nach 5,3 Prozent im Quartal davor.1 Hiesige Anbieter haben davon laut bevh bisher nicht profitiert.

Rechnet sich jeder deiner Marktplätze?Das zeigt sich im Gespräch, nicht von außen. Die erste Runde ist kostenfrei: ein vorbereiteter Termin, vor Ort oder per Video.Termin vereinbaren →

Der Grund liegt vor allem in den neuen Zollregeln. Seit Juli 2026 ist jede Sendung aus Drittstaaten zollpflichtig, für Kleinsendungen bis 150 Euro gilt eine Pauschale von 3 Euro je Warengruppe.1 Seit 01.11.2026 kommt eine EU-weite Bearbeitungsgebühr von 2 Euro je Artikel dazu.2 Mit der Reform des Zollkodex gelten Plattformen aus Drittstaaten künftig zudem selbst als Importeur.3 Das ändert die Kosten, nicht die Reichweite: Die Plattformen bleiben, ihr Preisvorteil bei Kleinsendungen wird kleiner.

Woran sich die Rolle der Marktplätze entscheidet:

  • Welche Marktplätze sind Reichweite, welche Absatzkanal, welche bewusst nicht dabei?
  • Rechnet sich jedes Produkt dort nach Gebühren, Werbung, Versand und Retouren?
  • Versorgt eine gepflegte Produktdatenbasis Shop und Marktplätze zugleich?
  • Bleiben Kundenbeziehung, Daten und Marke im eigenen Kanal verankert?

Neue Marktplätze, neue Kanäle

Das Feld wird breiter. Europäische Marktplätze wachsen über Grenzen: Kaufland ist seit September 2026 auch in den Niederlanden live und nennt rund 15.000 Händler auf seinem Marktplatz europaweit sowie ein Plus von 124 Prozent im internationalen Geschäft im vergangenen Geschäftsjahr.4 Dazu kommen Kanäle, die Entdecken und Kaufen verbinden, etwa Shops in sozialen Netzwerken. Diese Entwicklung verfolgen wir als eigenes Radar-Thema Social-Commerce-Trends. Jeder neue Kanal bringt eigene Gebühren, Regeln und Anforderungen an Produktdaten und Logistik.

Jetzt die Rolle klären, dann ausbauen

Marktplätze stehen auf „Prepare“, weil die Verschiebungen schon laufen, ihre Folgen für das einzelne Geschäft aber erst in den kommenden Monaten sichtbar werden. Wer jetzt festlegt, welche Rolle jeder Marktplatz spielt, welches Sortiment dorthin gehört und wie sich das rechnet, kann auf neue Anbieter und Regeln gezielt reagieren. Wie du eine Marktplatz-Strategie aufsetzt, die sich rechnet, zeigt die Themenseite. Gibt ein großer Marktplatz schon heute den Takt vor, hilft die Herausforderung Abhängig von Amazon?

Die richtige Haltung ist deshalb: die Bewegung verstehen, die Rolle je Marktplatz festlegen und erst dann ausbauen. Diese Einordnung ist der Kern, unabhängig davon, welcher Marktplatz und welcher Dienstleister es am Ende wird. Genau dort setzen wir an.

Was sich verschiebt

Marktplätze wachsen stärker als der übrige Onlinehandel, Zollregeln verteuern Sendungen aus Drittstaaten, neue Anbieter und Kanäle kommen dazu.

Warum Prepare

Die Bewegung läuft schon, ihre Folgen zeigen sich in den nächsten Monaten. Wer die Rolle jetzt klärt, entscheidet später schneller.

Wie advise einordnet

Wir legen deine Marktplätze neben den Markt und ordnen ein, welche Rolle jeder Kanal haben sollte und wo sich ein Ausbau rechnet, neutral gegenüber Plattformen und Dienstleistern.

Der erste Schritt

Sichten, welche Marktplätze heute welchen Anteil an Umsatz und Marge haben. Von dort wird bewertbar, wo du ausbaust, hältst oder zurückfährst.

Wo stehst du bei diesem Thema?

Häufige Fragen zu Marktplätzen im Radar

Welche Trends verändern Online-Marktplätze gerade?

Drei Entwicklungen laufen parallel: Online-Marktplätze wachsen schneller als der übrige Onlinehandel, neue EU-Zollregeln verteuern Kleinsendungen aus Drittstaaten, und neue Marktplätze und Kanäle kommen dazu. Damit verschiebt sich, welche Plattform welche Rolle im eigenen Geschäft spielt.

Warum steht Marktplätze auf „Prepare“?

Weil die Verschiebungen schon laufen, ihre Folgen für das einzelne Geschäft aber erst in den kommenden Monaten sichtbar werden. Wer jetzt Rolle, Sortiment und Rechnung je Marktplatz klärt, kann gezielt reagieren.

Was ändert die EU-Zollreform für Händler in Deutschland?

Seit Juli 2026 ist jede Sendung aus Drittstaaten zollpflichtig, für Kleinsendungen bis 150 Euro gilt eine Pauschale von 3 Euro je Warengruppe. Seit 01.11.2026 kommt eine EU-weite Bearbeitungsgebühr von 2 Euro je Artikel dazu, und Plattformen aus Drittstaaten gelten künftig selbst als Importeur. Das verteuert Billigsendungen aus Asien. Dass hiesige Anbieter davon profitieren, ist laut bevh bisher nicht zu sehen.

Was unterscheidet dieses Radar-Thema von der Marktplatz-Strategie?

Das Radar-Thema beschreibt, was sich im Markt bewegt und wie dringend es ist. Die Themenseite Marktplatz-Strategie zeigt, wie du entscheidest, welche Marktplätze zu dir passen und wie sie Marge bringen.

Hat jeder Marktplatz bei dir seine Rolle?

Wenn sich das Feld verschiebt, lohnt die neutrale Einordnung vorab. Schreib uns kurz, worum es geht, wir ordnen gemeinsam ein.

* Pflichtfeld

  • 1Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh): Nach Abschaffung der Zollfreigrenze: Asiatische Plattformen verlieren deutlich Marktanteile, Pressemeldung vom 08.10.2026 (Verbraucherbefragung, 3. Quartal 2026): Online-Marktplätze plus 5,0 %, Onlinehandel mit Waren insgesamt plus 2,9 %, reine Onlineshops minus 0,8 %; Shein, Temu und AliExpress 3,1 % Marktanteil nach 5,3 % im 2. Quartal; Pauschale von 3 € je Warengruppe für Kleinsendungen bis 150 € Quelle ansehen ↗
  • 2Rat der Europäischen Union: Delegierte Verordnung (EU) 2026/2152 der Kommission zur Union handling fee, Ratsdokument ST 13480/2026: Bearbeitungsgebühr von 2 € je Artikel ab 01.11.2026 Quelle ansehen ↗
  • 3Rat der Europäischen Union: EU customs: Council greenlights landmark reform, Pressemitteilung vom 03.09.2026: Plattformen aus Drittstaaten gelten künftig als Importeur Quelle ansehen ↗
  • 4Kaufland: Kaufland Marktplatz wächst weiter, Start in den Niederlanden, Pressemitteilung vom 08.09.2026 (Eigenangaben): rund 15.000 Händler europaweit, internationales Geschäft plus 124 % im vergangenen Geschäftsjahr Quelle ansehen ↗